Klar sind wir alle total Technik-affin, haben das neueste oder zumindest zweitneueste Smartphone, und sind auch mehr oder weniger gut online unterwegs. Social Media und alles. Und doch zählt der gute alte Händedruck noch, und der Jahrtausende trainierte Face-to-Face Kontakt (um es mal schön modern zu sagen) ist uns eben auch wichtig. Weil es halt doch was ausmacht, wie man sein Gegenüber einschätzt. Welche Wirkung man aufeinander hat. Und nein, ein Smiley und ein echtes Lächeln sind nicht das Gleiche.

Jetzt leben wir aber auch in einer Welt der Information. Wir müssen viel mehr Input sofort abspeichern und einschätzen, ob es relevant ist oder nicht. Und da wir so viele Daten sofort zur Verfügung haben oder zumindest haben könnten, kommt es nicht so gut an, wenn man dann mal nicht genau weiß, mit wem man es zu tun hat. Und da kommt die gute alte Visitenkarte ins Spiel. Sie ist Türöffner, Merkhilfe, Einschätzungsunterstützung, Händchenhalter (damit man was zum Rumkneten hat), Gesprächsstofflieferant und wahrscheinlich noch einiges mehr.

Das hat Nadja Lissok in ihrem Artikel zum hartnäckigen Überleben der Visitenkarte auch bestens dargelegt. Ihren Satz, dass ein „QR-Code auf der Visitenkarte […] gewissermaßen die perfekte Kombination aus On- und Offline-Kommunikation“ ist, können wir nur unterschreiben – wenn, ja wenn er denn so dezent und trotzdem leistungsfähig ist, wie ein QRu-QR-Code. Denn mit denen hat der neue Netzwerkpartner dann am Ende des Tages nicht nur eine nette Karte, sondern auch ein nettes Foto und viel mehr Verdrahtungsmöglichkeiten in der Hand. Ein Hoch auf die Visitenkarte!